Unser Kindergarten Pädagogik Leitbild Mitgestalten Anmeldung Aktuelles

Waldorfkindergarten
Wall am Kiez

Potsdam · seit 1992

Kinder dürfen in ihrem eigenen Tempo wachsen. An einem ganz besonderen Ort.

Kinder
49 Plätze · ab 2 Jahren bis zum Schuleintritt
Öffnungszeiten
Mo – Fr · 7:30 – 16:00 Uhr
Gruppen
2 familiäre Gruppen – altersgemischt
Der Ort
Naturoase mitten in der Innenstadt
Baumhaus im Naturgarten des Waldorfkindergartens
1992 gegründet

Was uns ausmacht

Kind mit Laterne

Kindheit ohne Leistungsdruck

Bei uns darf dein Kind einfach Kind sein. Statt verplanter Tage und früher Verschulung setzen wir auf freies, kreatives Spiel mit Naturmaterialien. Kinder lernen am besten durch eigenes Tun, Entdecken und Ausprobieren – in ihrem ganz eigenen Tempo.

Beziehung auf Augenhöhe

Dein Kind wird von einem wertorientierten, zugewandten und selbstreflektierten Team durch den Tag begleitet. Eingebettet in einen verlässlichen Tagesrhythmus und getragen von unserem engagierten Elternverein schaffen wir ein stabiles zweites Zuhause, in dem Bindung vor Bildung kommt.

Die Welt aktiv begreifen

Bildung bedeutet für uns, die Welt mit dem ganzen Körper zu erfahren. Beim Graben in der Erde, beim Klettern in unserem Naturgarten und beim gemeinsamen Backen von Brot begreifen Kinder die Welt buchstäblich mit den Händen – und legen so ein gesundes Fundament für ihre gesamte Entwicklung.

Aquarell

»Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.«

— Rudolf Steiner

Pädagogik die trägt

Rhythmus und eine reizarme Umgebung geben Kindern Halt. Der Tagesablauf wechselt zwischen geführten und freien Zeiten. Wir bieten Kindern Raum zur eigenen Gestaltung und Fantasie – durch natürliche Materialien, die die Sinne ansprechen.

Mehr über unsere Pädagogik →

Aus dem Alltag

Naturmaterialien im Waldorfkindergarten

Der Morgen

Bis 8:30 Uhr kommen alle Kinder an und finden sich im freien Spiel. Gemeinsam bereiten wir das Frühstück vor – jeden Tag ein anderes: montags bringt jedes Kind sein eigenes Frühstück in der Brotbox mit, dienstags rühren wir Apfelmus für den Hirsebrei, mittwochs backen wir Brot, donnerstags Lehmofen-Brot, freitags Hafer-Müsli. Alles frisch, alles selbst gemacht. Am gedeckten Tisch genießen wir das Frühstück ganz traditionell mit Liedern und unserem Tischspruch.

Naturgarten im Frühling

Der Vormittag

Nach dem Frühstück geht es in unsere Innenstadt-Oase. Wir leben mit den Jahreszeiten: Im Winter wärmen wir uns am echten Feuer, an heißen Sommertagen flitzen die Kinder durch den Rasensprengler. Danach kommen wir im Kreis zusammen – für Fingerspiele, Geschichten oder jahreszeitliche Gedichte.

Ernte im Kindergarten

Der Mittag

Beim warmen Mittagessen gilt das Ritual: Ein gemeinsamer Spruch verbindet uns, wir warten aufeinander und beenden das Essen zusammen. Nach dem Aufräumen zieht tiefe Ruhe ein – beim Schlafen in unseren Holz-Stockbetten oder beim ruhigen Verweilen tanken die Kinder Kraft.

Nachmittag im Waldorfkindergarten

Der Nachmittag

Bevor der Tag im freien Spiel am Nachmittag harmonisch ausklingt, bekommen alle noch eine frisch zubereitete Vesper – Obst, Brot oder eine Kleinigkeit, die wir selbst vorbereiten. Ein ruhiger Abschluss, der dem Tag einen guten Rahmen gibt.

Jetzt dabei sein

Waldorfkindergarten Wall am Kiez

Beiträge & Kosten

Einkommensabhängig nach Brandenburger KitaG. Dazu Essensgeld für tägliches Frühstück, Vesper und warmes Mittagessen sowie Mitgliedschaft im Trägerverein. Beitragssätze →
Mehr Informationen →

Anmeldung

Für Kinder ab 2 Jahren bis Schuleintritt. Die Anmeldung erfolgt über das offizielle Kita-Portal der Stadt Potsdam. Fragen vorab: wall-am-kiez@t-online.de
Anmeldung
Naturgarten im Winter

Unsere Pädagogik

Waldorfpädagogik wurde vor über 100 Jahren entwickelt und hat sich seither in tausenden Kindergärten bewährt. Im Kern steht ein einfacher Gedanke: Kinder entwickeln sich am besten, wenn man ihnen die Bedingungen gibt, die ihrer natürlichen Art zu lernen entsprechen.

Die vier Grundprinzipien

Kinder spielen im Garten

Freies Spiel

Das freie Spiel bildet das Herzstück unseres Kindergartenalltags. Im Freispiel folgen die Kinder ihren eigenen Impulsen, Interessen und Ideen. Sie wählen selbst, womit, wie lange und mit wem sie spielen. In dieser Freiheit können sie ganz bei sich sein und die Welt auf ihre eigene Weise entdecken.

Im Spiel verarbeiten Kinder ihre Erlebnisse, stärken ihre Fantasie und entwickeln soziale Fähigkeiten. Sie bauen, verwandeln, verhandeln, trösten, lachen und staunen. Dabei entstehen immer wieder neue Spielwelten, die aus einfachen Materialien und der schöpferischen Kraft der Kinder hervorgehen.

Unsere Spielmaterialien sind bewusst überschaubar und offen gestaltet: Tücher werden zu Landschaften, Klötze zu Häusern oder Schiffen, Naturmaterialien zu Schätzen. So wird die Fantasie angeregt und nicht vorgegeben. Das Spiel darf sich entfalten, vertiefen und auch wieder wandeln, ohne äußere Bewertung.

Das pädagogische Personal schafft einen verlässlichen Rahmen und begleitet das Spiel aufmerksam und zurückhaltend. Sie greifen ein, wenn Unterstützung nötig ist, und lassen Raum, wo Kinder eigene Lösungen finden können. So erleben die Kinder Selbstwirksamkeit und wachsen an ihren eigenen Erfahrungen.

Im freien Spiel legen die Kinder wichtige Grundlagen für ihre weitere Entwicklung. Sie üben Konzentration und Ausdauer, entwickeln soziale Fähigkeiten und entfalten ihre Kreativität. Vor allem dürfen sie im freien Spiel ganz sie selbst sein und in ihrem eigenen Tempo aus eigener Kraft wachsen.

Jahreszeitliche Rituale im Waldorfkindergarten

Rhythmus im Alltag

Ein immer wiederkehrender Rhythmus gibt den Kindern Orientierung, Sicherheit und Vertrauen. In unserer Welt folgt alles einem natürlichen Rhythmus. Die Sonne geht auf und unter, die Jahreszeiten wechseln, die Blumen blühen und verblühen. Auch der Herzschlag und unser Atem folgen einem stetigen Takt. Wir sind als Menschen eingebettet in diese rhythmischen Prozesse, die uns Halt und Orientierung geben.

Ein immer wiederkehrender Rhythmus während des Tages, der Woche und des Jahres gibt den Kindern Orientierung, Sicherheit und Vertrauen in ihre Umgebung. Durch die sich wiederholenden Rituale sowie das bewusst gestaltete Wechselspiel zwischen Aktivität und Ruhe finden sich die Kinder im Kindergartenalltag zurecht. Sie müssen nicht ständig neu überlegen, was als Nächstes kommt, sondern können in Ruhe eigeninitiativ die Welt entdecken und ein Grundvertrauen ins Leben entwickeln. Durch die regelmäßige Wiederkehr von Tätigkeiten und Erlebnissen erfahren die Kinder: Die Welt ist gut, ich darf ihr vertrauen.

Als Erzieherinnen begleiten wir diesen Prozess mit liebevoller Aufmerksamkeit und gestalten den Tag so, dass ein gesunder Wechsel zwischen Ein- und Ausatmen, zwischen Konzentration und Entspannung, zwischen gemeinschaftlichem Tun und freiem Spiel entsteht. Das freie Spiel nimmt dabei einen besonders wichtigen Raum ein – hier können die Kinder das Erlebte verarbeiten und ihre Eindrücke in schöpferischer Weise umsetzen.

In unserem Kindergarten erhält jeder Wochentag durch individuelle Tätigkeiten seinen eigenen Charakter. Der Alltag steht in lebendiger Beziehung zu den Rhythmen der Natur. Lieder, Geschichten, Reigen und kleine Rituale kehren mit den Jahreszeiten wieder. So werden die Kinder nicht nur mit der Natur, sondern auch mit unserem kulturellen Erbe vertraut und erfahren sich als Teil eines größeren Ganzen. Mit erwartungsvoller Freude begleiten die Kinder die Vorbereitungen der christlichen Jahresfeste und nehmen die besondere Stimmung jedes Festes in sich auf.

Kind erkundet Naturmaterialien

Sinnespflege

Die Sinne sind die Tore, durch die das Kind die Welt erlebt und kennenlernt. Durch vielfältige Sinneserfahrungen baut das Kind eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung zu seiner Umgebung auf. Rudolf Steiner unterschied zwölf Sinne – darunter Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn und Gleichgewichtssinn als grundlegende untere Sinne. Aktuelle Studien aus der Neurowissenschaft bestätigen: Eine vielfältige sensorische Integration fördert kognitive Fähigkeiten, emotionale Regulation und soziale Kompetenz. Entscheidend ist dabei nicht die Menge, sondern die Qualität der Sinneseindrücke.

Das Ermöglichen authentischer Sinneserfahrungen durch natürliche Materialien steht im Zentrum unserer Arbeit. Wir verwenden bewusst Holz, Wolle, Seide und Bienenwachs. Die raue Rinde eines Holzstücks, die Wärme der Wolle, der Glanz der Seide und der honigfeine Duft des Bienenwachses sprechen alle Sinne an. Durch Kneten von Bienenwachs, das Formen von Teig beim Backen und das Spielen mit Naturmaterialien entwickeln die Kinder einen differenzierten Tastsinn.

Reigentänze, Fingerspiele und freies Spiel im Garten fördern Bewegungsfreude und Körperbewusstsein. Schaukeln, Balancieren auf Baumstämmen und Hüpfen auf unebenem Untergrund schulen den Gleichgewichtssinn und geben den Kindern innere Sicherheit. Wenn Kinder mit all ihren Sinnen eintauchen dürfen, entfaltet sich eine tiefe Verbindung zur Welt.

Vorbild und Nachahmung im Waldorfkindergarten

Vorbild & Nachahmung

In den ersten sieben Lebensjahren lernen Kinder vorwiegend durch Nachahmung. Nachahmung ist weit mehr als bloßes Nachmachen. Kleine Kinder leben oft mehr in ihrer Umgebung und in unseren Handlungen als in sich selbst. Sie nehmen nicht nur äußere Handlungen wahr, sondern auch innere Haltungen, Gedanken und Gefühle der Erwachsenen. Sie spüren Authentizität und reagieren darauf mit ihrem ganzen Wesen. Das Kind fragt nicht: „Was sollte ich tun?" – sondern handelt aus dem Impuls heraus: „Ich möchte so sein wie du!"

Als pädagogisches Personal tragen wir daher eine besondere Verantwortung. Wir verrichten sinnvolle Tätigkeiten, die die Kinder zum Mitmachen einladen, ohne sie dazu aufzufordern: Brot backen, Holz schnitzen, Puppen nähen, den Garten pflegen. Wir bemühen uns um Klarheit in der Sprache, Aufrichtigkeit im Handeln und Wärme in der Zuwendung.

In einer Welt zunehmend digitaler Erfahrungswelten brauchen Kinder mehr denn je authentische Vorbilder. Die entscheidende Frage lautet nicht: Was sollen Kinder alles können? – sondern: In welcher Umgebung können sie gesund aufwachsen und ihre Fähigkeiten entfalten? Wir möchten gemeinsam einen Raum schaffen, in dem echtes Leben stattfinden kann – mit sinnvollen Tätigkeiten, natürlichen Materialien und wahrhaftigen Begegnungen.

Jahresfeste – Anker im Lauf der Zeit

Die Jahresfeste sind feste Anker im Rhythmus unseres Kindergartenlebens. Indem wir die Feste des Jahreslaufs mit Liedern, Spielen und Bräuchen begehen, erleben die Kinder, dass das Leben eine innere Ordnung hat – und dass sie dazugehören. Eltern sind herzlich eingeladen, mitzufeiern.

Osterfest im Waldorfkindergarten
Frühling

Osterfest

Wir bekleben Eier und singen Frühlingslieder. Der Osterhase bringt Eier für die Osternester, die wir gemeinsam suchen.

Pfingstfest im Waldorfkindergarten
Frühling

Pfingstfest

Wir basteln Tauben aus Wolle und Naturmaterialien – Symbol des Geistes und der Freiheit. Mit Reigen und Liedern feiern wir die aufblühende Natur.

Sommerfest im Waldorfkindergarten
Sommer

Sommerfest

Das große Gemeinschaftsfest im Garten – mit einem Tischtheater und vielen kreativen Angeboten zum Mitmachen und Freude haben. Unser Dankeschön an alle Familien.

Erntedank im Waldorfkindergarten
Herbst

Erntedank

Die Kinder bringen mit, was der Herbst schenkt. Gemeinsam gestalten wir einen Erntealtar und kochen aus den mitgebrachten Gaben eine Erntedanksuppe – dazu gibt es Brot, frisch gebacken aus dem Lehmofen.

Michaelifest im Waldorfkindergarten
Herbst

Michaelifest

Im Zeichen von Mut und innerer Kraft: Wir formen Drachen aus Ton und spielen Michaelsspiele rund ums leuchtende Rot des Herbstes. Die Sonnenkinder beweisen Mut und bezwingen die Drachen.

St. Martin Laternenumzug im Waldorfkindergarten
Herbst

St. Martin

Die Sonnenkinder bauen ihre Laterne aus Holz – mit echten Werkzeugen. Die jüngeren Kinder basteln ihre eigene Laterne. Gemeinsam ziehen alle mit ihrem Licht durch die Dunkelheit.

Adventsgärtlein im Waldorfkindergarten
Winter

Adventsgärtlein

Wir gestalten einen stillen Adventsraum aus Fichtenästen, Moos und Kerzen. Jedes Kind wandelt allein durch die Spirale und entzündet sein eigenes Licht.

Weihnachtsfest im Waldorfkindergarten
Winter

Weihnachtsfest

Kerzenlicht, Lieder und das stille Warten. Am letzten Tag vor den Ferien feiern wir gemeinsam – bevor das Haus zur Ruhe kommt.

Ernte und Naturmaterialien im Waldorfkindergarten

Mit allen Sinnen

Jede Mahlzeit hat bei uns ihren festen Platz im Tagesrhythmus. Bevor gegessen wird, sprechen alle gemeinsam einen Tischspruch. Die Kinder warten aufeinander und beenden das Essen zusammen.

Der Wochentag gibt dem Frühstück seine Form: montags bringt jedes Kind seine eigene Brotbox mit, dienstags gibt es Hirsebrei, mittwochs backen wir gemeinsam Brötchen, donnerstags kommt das Brot frisch aus dem Lehmofen im Garten, freitags beginnt der Tag mit Hafer-Müsli und selbstgemachtem Apfelkompott. Das warme Mittagessen – vegetarisch, von Kleinkost Potsdam – folgt nach der Gartenzeit. Am Nachmittag gibt es Vesper: Obst, Brot oder etwas, das die Kinder selbst zubereitet haben.

Kochen, Backen und Tischdecken gehören zum Tagesablauf. Die Kinder rühren, kneten, riechen und schmecken – und erleben, wie Essen aus echten Zutaten und echten Händen entsteht. Auf Süßigkeiten und Fertigprodukte wird verzichtet. Vegane Kost ist möglich.

Die Sonnenkinder – Das Vorschuljahr

Im letzten Jahr vor der Schule wartet eine besondere Zeit auf die Kinder. Sie übernehmen fürsorgliche Aufgaben für die Jüngeren und erleben, was es heißt, Vorbild und Helfer zu sein. An dieser Verantwortung wachsen sie Tag für Tag. Den Übergang in den neuen Lebensabschnitt gestalten wir ohne Eile – wir begleiten diesen Abschied mit großer Wertschätzung, Würde und Freude.

Weben & Sticken

Die Sonnenkinder weben ein eigenes Webstück – Faden für Faden. Was daraus entsteht – eine Tasche, ein Kissen, ein Federmäppchen – entscheiden sie selbst. Auf einer Seite sticken sie eine Spirale, auf der anderen dürfen sie frei wählen. Handarbeit als Weg zur inneren Mitte.

Holzlaterne bauen

Jedes Sonnenkind sägt und baut seine eigene Holzlaterne – von Hand, mit echten Werkzeugen. Beim Laternenfest leuchtet dann das eigene Werk durch die Dunkelheit.

Zirkus & Bewegung

Im letzten halben Jahr vor der Schule kommt regelmäßig eine Zirkuspädagogin. Balancieren, Jonglieren, Akrobatik – die Kinder stärken ihr Körpergefühl, ihren Mut und ihre Ausdauer auf spielerische Weise.

Ausflüge & Erlebnisse

Das Naturkundemuseum, ein Zirkusbesuch, besondere Spielplätze – die Sonnenkinder erkunden gemeinsam die Welt außerhalb des Kindergartens. Jeder Ausflug ist ein kleines Abenteuer, das bleibt.

Das Vorschulheft

Jedes Kind bekommt sein eigenes Vorschulheft. Keine Lernaufgaben – sondern ein persönliches Buch, in das Erlebnisse, Bilder und Geschichten des Jahres einfließen. Ein Schatz für die Schule.

Das Steckenpferd

Als letzte Vorschularbeit fertigen die Sonnenkinder ein Steckenpferd aus einer Wollsocke: Sie feilen den Stecken, knüpfen die Mähne und nähen Augen und Ohren an – alles in eigener Entscheidung. Jedes Pferd bekommt einen Namen. Auf einem Parcours reiten die Kinder mit ihrem Pferd aus dem Kindergarten hinaus – und hinein in die aufregende Schulzeit.

Selbstgemachte Steckenpferde aus Wollsocken im Waldorfkindergarten

Was bleibt

Das Webstück, das Vorschulheft, das Steckenpferd, die Erinnerungen – die Kinder verlassen uns nicht mit Schulwissen, sondern mit innerer Stärke, Neugier und Vertrauen in sich selbst.

Die Kinder haben erlebt, dass die Welt verlässlich ist. Dass dienstags Hirsebrei auf dem Tisch steht. Dass der Advent kommt, wenn die Tage kürzer werden. Dass Holz sich anders anfühlt als Wolle, und Wolle anders als Erde. Dass der Körper Bewegung braucht – und danach Stille. Dass Essen Zeit hat, und Pausen auch. Dass jemand da ist, der begleitet, ohne zu drängen. Dieses Grundvertrauen entsteht nicht durch Erklärung – es wächst im Erleben, in der Wiederholung, in der Stille zwischen den Dingen. Und das trägt sie hinaus – auf dem Steckenpferd, das sie selbst gebaut haben: nicht nur in die Schulzeit, sondern mitten ins Leben.

Menschen, die diesen Ort tragen

Unser Kindergarten lebt vom Miteinander – von pädagogischem Personal, das mit Überzeugung arbeitet, und von Eltern, die ihren Teil beitragen. Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem sich jedes Kind geborgen und wertgeschätzt fühlt.

Waldorf-Spielzeug im Waldorfkindergarten

Die Werte, die uns leiten

Natürliche Entwicklung

Kinder dürfen in ihrem ureigenen Tempo wachsen und lernen. Wir respektieren und fördern die natürliche Entwicklung jedes Kindes ohne unnötigen Leistungsdruck.

Achtsamkeit & Vorbildfunktion

Erwachsene sind als Vorbilder eine wichtige Orientierung. Wir leben den Kindern achtsames und respektvolles Verhalten vor – unsere Worte und Gesten prägen die Atmosphäre.

Soziale Verantwortung

Wir begegnen allen Menschen im Kindergarten mit aufrichtigem Interesse und Offenheit, unabhängig von Herkunft und Lebensweisen. Unser Umgang ist geprägt von Gerechtigkeit und Verlässlichkeit.

Inneres Wachstum & Reflexion

Wir sehen den Umgang mit Kindern als Weg zur eigenen inneren Entwicklung. Regelmäßige Selbstreflexion und der Austausch helfen uns, persönlich zu wachsen und unsere Haltung zu verfeinern.

Verbundenheit mit der Natur

Unsere Materialwahl und unser Umgang mit Ressourcen folgen dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wir betrachten die Jahresfeste und die Natur als Ausdruck höherer Ordnung und Rhythmus.

Die Kraft der Gemeinschaft

Die Zusammenarbeit im Team und mit den Eltern bildet das Herzstück unseres Kindergartens. Die Beziehung zu den Eltern ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt.

Alle gestalten mit.

Unser Kindergarten lebt von den Menschen, die ihn tragen. Kinder, Eltern und das pädagogische Team – alle sind Mitgestalter dieses Ortes. Die Grundlage ist Vertrauen: Wenn Kinder, pädagogisches Personal und Eltern einander vertrauen, kann echter Austausch entstehen – und ein Ort, an dem sich jedes Kind geborgen fühlt.

Kind in der Waldorf-Spielecke

Kinder

Mitgestalten ist kein Privileg der Erwachsenen. Kinder sind bei uns keine Betreuten – sie sind aktive Mitglieder einer lebendigen Gemeinschaft. Ihre Wünsche, ihre Ideen und ihre Stimme haben Gewicht.

Regeln und Abläufe entstehen nicht über die Köpfe der Kinder hinweg. Im Gespräch werden Wünsche, Ideen und Anliegen der Kinder gehört und ernst genommen. Das freie Spiel ist die tiefste Form der Partizipation: Kinder entscheiden selbst, was sie spielen, mit wem und wie lange. Diese tägliche Selbstbestimmung ist das Herzstück unserer Pädagogik.

Kinder dürfen Unmut und Kritik offen äußern – ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Und sie übernehmen echte Verantwortung: Kochen, Aufräumen, den Garten pflegen – füreinander. Der Kindergarten gehört ihnen.

Eltern

Viele Eltern bringen sich im Laufe der Kindergartenzeit auf ihre eigene Weise ein – mit Ideen, Talenten, Zeit oder praktischer Unterstützung. Jede Familie entscheidet selbst, was zu ihr passt und was sich gut in den Alltag integrieren lässt.

So entsteht eine lebendige Gemeinschaft, in der jede und jeder nach den eigenen Möglichkeiten beitragen kann. Nicht die Menge zählt, sondern die Freude daran, etwas beizutragen, das leicht von der Hand geht und den Kindergarten bereichert.

Im Kindergarten

Im Kindergartenalltag gibt es verschiedene Gelegenheiten, sich einzubringen – je nach Zeit, Talent und Lust.

  • Elternabende – Austausch, Einblicke in die Pädagogik und gemeinsames Miteinander
  • Jahresfeste – Ideen einbringen, vorbereiten und gemeinsam feiern
  • Praktische Unterstützung – gelegentlich bei Garten, Räumen oder kleinen Projekten helfen
  • Raumpflege in den Gruppen
    Die Eltern übernehmen reihum die Pflege des Gruppenraums ihres Kindes. So entsteht Verbundenheit mit dem Ort, an dem die Kinder ihren Alltag verbringen.

Im Verein

Träger unseres Kindergartens ist der Waldorfkindergarten in Potsdam e.V. Der Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Eltern werden Mitglied und übernehmen damit Mitverantwortung für das Ganze.

  • Mitgliedschaft – Jede Familie ist Mitglied im Verein und trägt die Einrichtung mit.
  • Mitgliederversammlung – Hier ist der Ort für transparente Entscheidungen, die wir alle gemeinsam tragen.
  • Vorstand – 2 gewählte Eltern und die pädagogische Leitung tragen die Gesamtverantwortung.

Wir sind Mitglied in der Vereinigung der Waldorfkindergärten Berlin/Brandenburg und im Paritätischen Landesverband.

Gemeinschaft im Waldorfkindergarten

Verein

Unser Kindergarten ist ein Elterninitiativkindergarten. Das bedeutet: Die Eltern sind nicht nur Gäste, sondern Träger. Dafür haben wir klare Strukturen geschaffen, in denen alle ihren Platz finden und Verantwortung übernehmen können.

Waldorfkindergarten Wall am Kiez

Unsere Gremien

Mitgliederversammlung
Hier ist der Ort für transparente Entscheidungen, die wir alle gemeinsam tragen. Alle Mitglieder kommen mindestens einmal jährlich zusammen, um über wichtige Fragen abzustimmen und den Vorstand zu wählen.
Vorstand
2 gewählte Eltern und die pädagogische Leitung tragen die Gesamtverantwortung. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und vertritt den Kindergarten nach außen.
Kollegium
Das pädagogische Team bildet das Kollegium. Es arbeitet selbstverantwortlich und trifft pädagogische Entscheidungen eigenständig. Regelmäßige Teamsitzungen und Fortbildungen gehören zur Arbeitskultur.
Elternvertretung
Aus jeder Gruppe werden Elternvertreterinnen oder Elternvertreter gewählt. Sie sind Ansprechpartner für die anderen Eltern ihrer Gruppe und vermitteln zwischen Elternschaft, Team und Vorstand. Ihre Stimme hat Gewicht.
Kita-Ausschuss
Der Kita-Ausschuss ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Gremium nach dem Brandenburger KitaG. Er setzt sich aus Elternvertretungen und pädagogischem Personal zusammen und berät und beschließt in pädagogischen und organisatorischen Fragen.

Alles, was du
praktisch wissen musst

Öffnungszeiten, Schließzeiten, Anmeldung, Kosten – hier findest du alle organisatorischen Informationen auf einen Blick. Und natürlich, wie du uns erreichst.

Anmeldung & Kosten

Unsere 49 Plätze sind regelmäßig stärker nachgefragt als verfügbar. Eine frühzeitige Anmeldung ist daher empfehlenswert – besonders wenn du einen Platz zum Beginn des neuen Kindergartenjahres nach den Sommerferien anstrebst.

Beiträge & Kosten

Kitabeitrag
Der Beitrag ist einkommensabhängig und gestaffelt nach dem Brandenburger KitaG. Familien mit geringerem Einkommen können vollständig oder teilweise von der Beitragspflicht befreit werden. Die genauen Beitragssätze legt die Stadt Potsdam fest. Mehr zu Beitragssätzen →
Essensgeld
Das Essensgeld deckt alle drei Mahlzeiten: Frühstück und Vesper bereiten wir täglich frisch selbst zu – nach einem festen Wochenplan mit Hirsebrei, gebackenen Brötchen, Lehmofen-Brot und Hafer-Müsli. Das warme Mittagessen liefert Kleinkost Potsdam täglich frisch – vegetarisch und in Bio-Qualität. Vegane Kost ist auf Anfrage möglich. Mehr zum Speiseplan →
Vereinsbeitrag
Jede Familie wird mit der Aufnahme Mitglied im Trägerverein „Waldorfkindergarten in Potsdam e.V.". Der Jahresbeitrag sichert den Erhalt des Kindergartens, besondere Projekte und die Unabhängigkeit als Elterninitiative. Mehr zum Verein →

Aufnahme & Ablauf

Aufgenommen werden Kinder ab dem 2. Geburtstag bis zum Schuleintritt. Neue Kinder starten in der Regel nach den Sommerferien des Landes Brandenburg – freie Plätze werden aber auch während des laufenden Kita-Jahres vergeben.

Das Aufnahmeverfahren für das neue Kindergartenjahr beginnt jährlich im Februar. Die Anmeldung erfolgt über das Kita-Portal der Stadt Potsdam. Im Anschluss findet ein persönliches Kennenlerngespräch in der Kita statt.

Naturgarten des Waldorfkindergartens Wall am Kiez

Öffnungszeiten & Schließzeiten

Betreuung Ganztag inkl. Mittagessen
Montag – Freitag 7:30 – 16:00 Uhr
Telefonisch erreichbar 8–9 & 14–15 Uhr
Sekretariat 8:30 – 13:30 Uhr

Wir sind bestrebt, Schließzeiten so gering wie möglich zu halten. Als kleiner Kindergarten braucht aber auch unser Team manchmal eine Pause – das lässt sich nicht immer vermeiden. Wir geben alle Termine so früh wie möglich bekannt.

Aktuelle Schließzeiten →

So erreichst du uns

Waldorfkindergarten in Potsdam e.V.
Wall am Kiez 6
14467 Potsdam
Gut erreichbar aus Innenstadt und Brandenburger Vorstadt. Straßenbahn-Haltestelle in der Nähe. Fahrradstellplätze vorhanden.

Aktuelles

Termine, offene Stellen und aktuelle Infos – für alle die uns kennenlernen möchten, und für Familien die schon dabei sind.

Gemeinschaft im Waldorfkindergarten

Für Interessierte

Ob ihr euer Kind bei uns anmelden möchtet oder selbst Teil unseres Kollegiums werden wollt – wir freuen uns über jedes Interesse. Kommt vorbei, stellt Fragen, lernt uns kennen.

Kontakt aufnehmen

Termine

Offene Stellen

Für unsere Familien

Wimpelkette im Waldorfkindergarten

Speiseplan

Schließzeiten

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

Anschrift

Waldorfkindergarten in Potsdam e.V.
Wall am Kiez 6
14467 Potsdam

Telefon: 0331 – 270 25 05
E-Mail: wall-am-kiez@t-online.de

Vertretungsberechtigter Vorstand

Hannah Hofmann
Marlene Hennicke
Martin Stedler

Vereinsregister

Eingetragen im Vereinsregister des
Amtsgerichts Potsdam
Registernummer: VR 563

Spendenkonto

GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE15 4306 0967 4014 2986 00
BIC: GENODEM1GLS

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV

Vorstand des Waldorfkindergarten in Potsdam e.V.
Wall am Kiez 6, 14467 Potsdam

Haftungsausschluss

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Stand: März 2026

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Unsere Internet-Adressen: www.waldorfkindergarten-potsdam.de sowie www.wall-am-kiez.de

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Waldorfkindergarten in Potsdam e.V.
als Träger des Waldorfkindergarten Wall am Kiez
Wall am Kiez 6, 14467 Potsdam
wall-am-kiez@t-online.de · 0331/2702505

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